2007

Eppsteiner gewinnt Blitzturnier beim Schwarzacher Open

Im Bann von Caro-Kann

Dr. Frank Hoffmeister erreicht im Schwarzacher Open Platz 24 und gewinnt das internationale Blitzturnier vor GM Zelcic und IM Danner

Unser Vereinsmitglied Frank Hoffmeister nahm im August 2007 am 22. Schwarzacher Open in der Nähe von Salzburg teil, laut Veranstalter das bedeutendste Turnier Österreichs in diesem Format. Mit 5 Punkten aus 9 Runden und einer Erfolgszahl von 2192 ELO belegte er im A-Turnier (88 Spieler mit mindestens 1900 ELO) den beachtlichen Platz 24 (Einzelheiten im internet unter schachinsalzburg.at) . Dabei wurde seine Caro-Kann Verteidigung auf Herz und Nieren geprüft, da sämtliche Weißspieler gegen ihn kompromißlos 1. e4 und auf Sieg spielten. Im einzelnen:

In Runde 1 wurde Frank in der Vorstoßvariante 3. e5 überspielt und fand sich in einer klar schlechteren Stellung wieder. Erst durch ein befreiendes Bauernopfer im Mittelspiel konnte sich Schwarz etwas entfalten. Als sich das Spiel unter Zeitdruck verkomplizierte, verlor der Gegner den Überblick und übersah einen taktischen Kniff, der später zu Franks erstem Punkt führte.

1. Sadilek, Heinrich (2027) - Hoffmeister, Frank
1. e4 c6 2. d4 d5 3. e5 Lf5 4. Sf3 e6 5. Le2 c5 6. c3 Sc6 7. 0-0 Lg4 8. S1d2 cxd4 9. cxd4 Db6 10. Da4?! Sge7 11. Sb3 Sf5 12. Le3 Le7 13. Tac1 Sxe3 14. fxe3 0-0 15. Db5 Tfc8 16. a3! Ld8? 17. Sc5 Dxb5 18. Lxb5 Sa5 19. Sd2 (Schwarz hätte diesen Springer zunächst mit 18… Lxf3 tauschen müssen) Lb6 20. Sd7 Ld8 21. b4 a6 22. Ld3 Sc6 23. Sc5 b5 24. Tc2 (Weiß steht hier klar besser – daher gibt Schwarz einen Bauern für Gegenspiel) a5! 25. Lxb5 axb4 26. Lxc6 Txc6 27. axb4 Ta3 28. Kf2 Lg5 29. Te1 f6 30. b5 Tb6 31. Tb2 fxe5 32. Sd7? (sieht gut aus, scheitert aber an dem taktischen Trick) exd4! 33. Sf1 Tb7 34. Se5 dxe3 35. Sxe3 Lh5 36. g3 Lf6 37. Tc2?? Lxe5 (unter Zeitnot verwindet der Gegner nicht, wie schnell sich das Brett gedreht hat, und stellt eine ganze Figur ein).

In der zweiten Runde traf Frank auf einen Fide-Meister, der die sogenante „Apokalypse-Variante“ mit 4. Se5!? ausprobierte. Schwarz fand kein gutes Gegenmittel und ging relativ sang- und klanglos unter. Interessanterweise spielte Weiß dieselbe Variante zwei Runden später gegen GM Zelzic und erreichte mühelos Remis. Vermutlich verdient die Variante etwas mehr Aufmerksamkeit.

2. FM Wegerle, Jörg (2417) - Hoffmeister, Frank
1. e4 c6 2. Sf3 d5 3. exd5 cxd5 4. Se5?! Sc6 5. d4 Sf6 6. c3 e6? (besser Lf5) 7. Ld3 Sxe5 8. dxe5 Sd7 9. f4 Lc5 10. Sd2 Dh4+? (der falsche Plan, jetzt gerät die Dame ins Abseits) 11. g3 Dh3 12. De2 0-0 13. Sf3 f6 14. Le3 Dh5 15. 0-0 f5 16. c4 b6? (besser 16… Sb6, aber nach 17. c5 wird Schwarz am Damenflügel zugeschnürt) 17. cxd5 exd5 18. Lb5! Df7 19. Sg5 De7 20. Lc6 La6 21. Lxd5 Kh8 22. Dxa6 Lxe3 23. Kh1 Sxe5! 24. Lxa8 Txa8 25. De2! Sg4 26. h3 Sf6 27. Tf3 Te8 28. Te1 Sd5 29. Dd3 Db7 30. Dxf5 Sf6 31. Kh2 Lg1+ 32. Txg1 h6 33. Tf2 hxg5 34. fxg5 Sd7 35. Dg6 Da8 37. Df7+ Kh8 38. Dxd7 1-0. Eine schwache Eröffnungsbehandlung führte quasi zum Verlust in 18 Zügen.

In der dritten Runde musste sich Frank mit dem etwas passiven Stil seines amerikanischen Gegners und der Philidor-Verteidigung auseinandersetzen. Erst kurz vor der zweiten Zeitkontrolle konnte die Stellung geöffnet und im Angriff gewonnen werden.  

3. Hoffmeister, Frank – Carasco,  Paul (2057)
1. e4 e5 2. Sf3 d6 3. Sc3 Sf6 4. d4 Sbd7 5. g3 c5 6. a4 Dc7 7.  Lg2 g6 8. 0-0 Lg7 9. h3 0-0 10. Le3 h6 11. dxe5 (eine Ungenauigkeit – besser erst 11. Dd2 Kh7 und dann der Abtausch, weil Weiß sofort die d-Linie beherrscht) Sxe5 12. Sd2 Kh7 13. De2 Sd7 14. Tfd1 b2 15. Sb3 a5 16. Dd2 Se8 17. f4 Lb7 18. Ld4 Tad8 19. Lxg7 Kxg7 20. Dd4+ Kh7 21. Dc4 Kg7 22. Td1 Sdf6 23. Sd4 Kh7 25. Sf3 Sc5 26. Se2 Td7 27. Df2 Te7 28. e5 d5 29. Te1 Lc8 30. g4 Sg7 31. Sd4 Te8 32. b3 (verlockend war 32. Sxc6 Dxc6 Lxd5, aber Dxa4 zeigt die schwarzen Gegenressourcen) 33. Lb7 Tde2 34. Sce6 34. Td2 Sxd4 35. Dxd4 Se6 36. Df2 Sc5 39. Te2 La6 40. Ld2 Lb7 41. Dh4! (nach überstandener Zeitnot versucht Weiss jetzt einen anderen Plan, 41… f6 scheitert jetzt an 42. g5!) Kg7 42. Te3 Te6 43. Se2 (jetzt konnte die Stellung des Springers endlich verbessert werden) Dd8 44. De1! Da8? 45. Sd4 T6e8 46. f5 Se4!? 47. Lxe4 dxe4 48. e6 c5 49. exf7 Txf7 50. Se6+ Kh7 51. Dh4! (die weiße Dame ist gefährlicher als die in der Ecke missplazierte Gegenerin) Tfe7 52. f6! Tf7 (Txe6 scheitert natürlich an Td7+ nebst Dxh6) 53. Sg5+ Kg8 54. Sxf7 Kxf7 55. Dxh6 Kxf6 56. Td7 Te6? 57 .Dg7+ 1-0.

In der vierten Runde stieß Frank auf einen Gegner, der in der ersten Runde überzeugend den Lokalmatador, IM Danner (2426) mit Schwarz geschlagen hatte. Gegen Frank machte er aber den Fehler, selbst Caro-Kann zu spielen, was nach zwei Fehlzügen schnell ins Verderben führte.

4. Hoffmeister, Frank – Pürckhauser (2104)
1. e4 c6 2. Sc3 g6 3. d4 d5 4. h3 h5? (schwächt gefährlich den Punkt g5 und ist nicht gerechtfertigt, solange Weiß nicht e5 gezogen hat) 5. Sf3 Sf6 6. Ld3 dxe4 7. Sxe4 Sd5? (diesen Tempoverlust kann sich Schwarz nicht mehr leisten) 8. Seg5! (es droht Se5) Lh6 9. 0-0 Lf5!? 10. Te1! Lxg5 11. Lxg5 Lxd3 12. Dxd3 0-0 (Schwarz hoffte, sich jetzt ausreichend entlastet zu haben, aber…) 13. c4 Sf6 14. De3 e6? (der Verlustzug) 15. Se5! (vereitelt die Entfesselung mit Sbd7) Kg7 16. Df4! (Lh6+ gewinnt die Qualität, aber Weiß trachtet nach der ganze Figur) c5? 17. Te3 cxd4 18. Tf3 Sd7 19. Sxd7 Dxd7 20. Lxf6 1-0.

Runde 5 führte erneut aufs Podest, wo die ersten 6 Bretter aufgebaut waren, diesmal gegen einen 21-jährigen ehrgeizigen Schweden. Mit ruhiger Verteidigung in der klassischen Variante wäre eigentlich ein Remis verdient gewesen, aber eine Ungenauigkeit im 39. Zug unter Zeitdruck machte diese Hoffnung zunichte.

5. Smith, Axel (2271) - Hoffmeister, Frank
1. e4 c6 2. d4 d5 3. Sc3 dxe4 4. Lf5 5. Sg3 Lg6 6. h4 h6 7. Sf3 Sd7 8. h5 Lh7 9. Ld3 Lxd3 10. Dxd3 e6 11. Lf4 Sgf6 12. 0-0-0 Le7 13. Kb1 0-0 14. Se4 Sxe4 15. Dxe4 Sf6 16. De2 Dd5 17. Se5 De4 18. Dxe4 Sxe4 19. The1 Sf6 (soweit alles Theorie – Schwarz sollte hier ausgeglichen haben) 20. g4 Tfd8 21. f3 c5 22. dxc5 Lxc5 23. c3 Td5 24. c4 T5d8 25. Kc2 Kf8 26. a4 Lb4 27. Th1 Ke8 28. Txd8 Txd8 29. Le3 a6 30. Sd3 Ld6 31. b4 Sd7 32. a5 Se5 33. Sxe5 Lxe5 34. Td1 Txd1 35. Txd1 Kxd1 36. Ld2 Kd7 37. Lc3 e5 38. Kd2 Ke6 39. Kd3 g6? (ein Fehler kurz vor der Zeitkontrolle – 39… f5 40. c5 Le7 41. Kc4 f4! hätte bequem remis gehalten, weil Weiß am Damenflügel nicht zum Durchbruch kommt, ohne mit dem Hebel e4 rechnen zu müssen). 40. c5! Lf8 41. fxg6 fxg6 42. Ke4 h5 (42. Lg7 scheitert an 43… f4) 43. gxh5 gxh5 44. Lxe5 h4 45. f4 Kd7! 46. Kf3 Ke6 47. Kg4 Le7 48. Lg3 Kd5 49. f5 Ld8 50. f6 Kc4 51. f7 Le7 52. Le1 h3! 53. Kxh3 Kd5 54. Lf2 Ke6 55. b5! (der entscheidende Durchbruch) Kd7 ?! 56. c6 bxc6 57. bxa6 1-0.

Die kritische Variante war 55… Lxc5!? 56. Lxc5 Kxf7. Frank hatte gehofft, dieser Trick könne zum Remis führen, weil 57. b6? nichts bringt, denn Schwarz hält das Feld c8 oder geht ins Selbst-Patt nach a8. Weiß gewinnt aber studienartig mit 57. Kg3! axb5. Später holte er den b5-Bauern ab, und stellt Schwarz so in die Ecke, dass er mit dem b-Bauern ziehen muss, so dass sich der „falsche“ weiße a-Bauer in einen siegreichen b-Bauern verwandelt. Eine äußerst knappe Niederlage.

Runde sechs loste Frank gegen einen Gegner, der 14 Jahre alt war, und trotz geringer ELO-Zahl im Turnier mit 6/9 eine Erfolgszahl von über 2200 Elo erzielte! Nachdem Frank einen Eröffnungsvorteil verspielte, und zwischenzeitlich in Nachteil geriet, stand am Ende die verdiente Punkteteilung.

6. Hoffmeister, Frank - Kyas, Marcel (1932)
1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. Lb5+ Ld7 4. Lxd7 Dxd7 5. 0-0 Sf6 6. De2 Sc6 7. c3 e5 8. Td1 Dg4? 9. d3 Le7 10. h3 Dh5 11. Sbd2 0-0 12. Sf1 Sd7 13. Sg3 Dg6 14. d4 cxd4 15. cxd4 Tac8 16. Db5 Tc7 17. Le3? (Weiss muss natürlich erst mit 17. d5 die Stellung schließen und sein Übergewicht am Damenflügel danach langsam geltend machen, zumal die schwarze Dame effektiv am Spiel nicht teilnimmt) a6 18. Da4 exd4! 19. Sxd4 Sc5 20. Dc2 Sb4 21. Dd2 a5 22. Tac1? Sxe4 23. Sxe4 Txc1 24. Txc1 Dxe4 25. Se2 (berechnet war a3 mit nachfolgendem Schlagen auf a6, aber nachdem der Bauer e4 geschlagen ist, kann Schwarz natürlich Sd5 spielen. Tc1 war ein klarer Rechenfehler; jetzt muss Weiß ums Remis kämpfen) Lf6 26. b3 Te8 27. Sg3 De6 28. Lb6 h6 29. Lxa5 Lg5 30. f4 Lh4?! (die Partie entschieden hätte 30… Lxf4! 31. Dxf4 Sd3 32. Dd2 Sxc1 33. Dxc1 De5! mit Doppelangriff auf La5 und Sg3; ich sah dies erst als ich f4 zog, aber mein Gegner übersah diese Möglichkeit zum Glück auch) 31. Sf1 Sc6 32. Lc3 d5 33. g3 Ld8 34. Te1 Lb6+ 35. Kg2 Dd7 36. Dd3 Txe1 37. Lxe1 De6 38. Ld2 d4 39. Sh2? Dd5 40. Df3? Df5! (zwei schlechte Züge vor der Zeitnot haben die Partie erneut verdorben; Weiß muss sich nun sehr genau verteidigen) 41. Dd1 Dd3 42. Sf3 Sb4 (La5 ermöglicht 43. Kf2!) 43. Se1! De4+ 44. Df3 Dxf3 45. Kxf3 Sxa2 46. Ke4 remis. Der d4-Bauer ist nicht zu halten und danach ist das Endspiel völlig ausgeglichen.  

In der siebten Runde musste Caro-Kann mal wieder beweisen, dass Schwarz damit auch gewinnen kann, freilich erst im Endspiel. Franks Gegner hatte bis dahin nur eine Partie (unglücklich) verloren, war also auf einen hartnäckigen Kampf vorbereit.

7. Joppien, Arne (2011) – Hoffmeister, Frank
1. e4 c6 2. d4 d5 3. exd5 cxd5 4. c3 Sf6 5. Sf3 Sc6 6. Ld3 Lg4 7. Sbd2? (erst Lf4) e6 8. h3 Lh5 9. 0-0 Ld6 10. Db3 Dc7 (Schwarz steht schon bequemer, weil Weiß den üblichen Vorposten e5 für seinen Springer nicht gesichert hat) 11. Te1 0-0 12. g4 Lg6 13. Lxg6 hxg6 14. Sf1 Se4 15. Sg5 Sxg5 16. Lxg5 Sa5 17. Dc2 b5 Tac8 18. Tfc8 19. Dd3 Dc4 20. Df3 b4 21. b3 Db5 22. cxb5 Sc6! 23. Ted1 Sxb4 24. a4 Db6 25. Tc3 Tc6 26. Te3 Tac8 27. h4 Dc7 28. h5 gxh5 29. gxh5 f6 30. Lh4 Lf4 32. Lg3 Lxg3 32. Sxg3 Df7 33. Se2 Sc2 34. Tc3 g6! 35. Txc6 Txc6 36. Dg4 Kh7 37. hxg6+ Dxg6 38. Dxg6 Kxg6 39. Td3 a5 40. Kf1 Kf7 (nachdem der weiße Angriff im Sande verlaufen ist, kann Schwarz im Endspiel seine Trümpfe ausspielen)  41. Sf4 Ke7 42. Ke2 Kd6 43. Sh5? e5! 44. dxe5 fxe5 45. Sf6 Sd4+ 46. Kd1 Ke6 47. Sh5 Tb6 48. Tg3 Txb3 49. Tg6+ Kf5 50. Ta6 Ke4! 51. Sf6+? Kd3 52. Kc1 Se2+ 0-1.

Runde acht bescherte Frank einen alten Bekannten. Stephan Axel hatte ihn beim Ramada-Cup (Magdeburg 2007) an den Rand einer Niederlage gebracht und ist amtierender deutscher Vize-Amateurmeister (mit 4 aus 5 Punkten im Finale in Bad-Soden). Nach frühem Remisangebot teilten sie die Punkte.

8. Hoffmeister, Frank – Stephan, Axel (2269)
1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. Lb5+ Ld7 4. Lxd7 Dxd7 5. 0-0 e6 6. c3 Sf6 7. De2 Le7 8. d4 cxd4 9. cxd4 d5 remis (Weiß hat zwar nach 10. e5 Se4 11. Se1 h6 12. Le3 Aussicht auf einen kleinen Vorteil wie in Rublevsky –Sadvakasov, 2005, aber turniertaktisch ging der halbe Punkt in Ordnung).

Am Abend dieser Runde fand das Blitzturnier statt. Gut ausgeruht ging Frank an den Start, und diesmal zeigte Caro-Kann, dass man auch mit Schwarz auf Gewinn spielen kann. Mit nur einer Niederlage (gegen GM Zelzic) und zwei Remisen sowie 8 Gewinnpartien gewann Frank überraschend das starke Turnier und einen schönen Geldpreis (Einzelheiten ebenfalls unter Schachinsalzburg.at)! Dafür kam die Quittung in Runde 9. Eine vorteilhafte Stellung wurde kurz vor der Zeitkontrolle verdorben, womit die angepeilten 6/9 zu einem Endergebnis von 5/9 zusammen schmolzen.

9. Panajotow (2254) - Hoffmeister, Frank
1. e4 c6 2. d4 d5 3. Sc3 dxe4 4. Sxe4 Lf5 5. Sg3 Lg6 6. h4 h6 7. Sh3 Sf6 8. Sf4 Lh7 9. Lc4 Sd5 10. c3 e5 11. S3h5 Sd7 12. Sxd5? cxd5 13. Ld3 Lxd3 14. Dxd3 a6 15. Lf4 g6 16. Sg3 h5 17. Se2 Le7 (die weiße Eröffnungsbehandlung hat letztlich zu einer Stellung aus der Abtauschvariente geführt, in der der weiße Läufer bereits abgetauscht ist. Schwarz kann am Damenflügel einen Minoritätenangriff starten, während die weißen Angriffschancen bereits etwas abgeschwächt sind. Schwarz dürfte einen leichten Vorteil genießen). 18. g3 Db6 19. b3 Tc8 20 .Tc1 Da5 21. 0-0 0-0 22. Tc2 b5 23. f3 Tc6 24. g4 f5! 25. gxh5 gxh5 26. Sg3 Kf7 27. Lg5 Dd8! 28. f4 (erzwungen; nun erhält Schwarz das Feld e4) Sf6 29. Df3 Th8 30. Te1 Dc7 31. Te3 b4? (nach dem eigentlich geplanten 31… Se4 hat Schwarz keine Probleme) 32. c4! dxc4? (immer noch geht Se4,  auch wenn dann Weiß die Schwäche auf c3 los geworden ist) 33. Lxf6 Lxf6 34. d5! (jetzt werden auf einmal die Linien gegen den schwarzen König geöffnet) Td6 35. dxe6+ Kg6 36. Sxf5! – ein weiterer Schlag in Zeitnot – die Partie ist nun verloren; 36… Ld4 37. Tg2+ Kf6 38. Sxd4 Txd4 39. f5 c3 40. Tg6+ 1-0.

Trotz des etwas bitteren letzten Tages war es ein schönes Turnier, was dank seiner Ferienatmosphäre und schönem Begleitprogramm (Fußball, Wandern, Tischtennis etc.) wärmstens zu empfehlen ist.